„KRISTINA INHOF – Die ORF-Allzweckwaffe aus Mödling“

kristina_web-005

Als wir Kristina Inhof 2014 zum Interview baten, war sie noch blond und als Co-Moderatorin der Puls 4 Champions League tätig. Heute ist die 28-jährige eine fixe Größe beim ORF und moderiert neben Hauptabendshows wie „Die große Chance der Chöre“ auch an der Seite von Herbert Prohaska allerlei Fußballsendungen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Warum die sportliche Allrounderin Mödling zuerst verlassen musste um zu erkennen, dass es zuhause doch am Schönsten ist und wie sie die französische Fußball-Legende Thierry Henry fast sprachlos machte.

District15:
Guten Morgen liebe Kristina, riesengroßes DANKE, dass du spontan Zeit hast für unsere Coverstory. Es freut mich sehr, dich wieder zu sehen und dass wir mal wieder ein bisschen plaudern können. 

Seit unserem letzten Artikel über dich, vor fast 3 Jahren  hat sich so einiges bei der dir getan. Wie ich dich kenne, hast du wahrscheinlich viel Arbeit in deine Karriere gesteckt oder war Glück auch dabei?

Kristina:
Die Glücks-Frage habe ich mir in den letzten Jahren auch das ein oder andere Mal gestellt. Vermutlich muss man aber – wie überall im Leben – ein bisschen Glück haben. Wobei ich an den Spruch „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“ glaube. Insofern kann man schon hart arbeiten um das Glück auch ein bisserl herauszufordern.

District15:
Wie hat sich dieser rasante Aufstieg ergeben und hast du damit gerechnet?

Kristina:
Rechnen kann man mit so etwas nie. Ich glaube ich hab einfach die perfekte Nische für mich gefunden. Sportmoderatorinnen gab’s vor ein paar Jahren in Österreich noch nicht so viele. Mit meinem Sportwissenschafts-Studium und dem Trend, auch Frauen Fußball moderieren zu lassen, hab ich anscheinend ins Schwarze getroffen. Und dass ich von PULS 4 zu SKY und schlussendlich zum ORF gewechselt bin – allesamt große TV-Stationen – das realisiert man selbst währenddessen gar nicht so. Rückblickend bin ich aber sehr glücklich und dankbar.

kristina_web-006

District15:
Du hast uns 2014 auch erzählt, dass ein Traum von dir war in Deutschland zu moderieren. Jetzt warst du bereits für 8 Monate bei Sky Sport News HD, hat sich damit dein Traum erfüllt?

Kristina:
Ein Teil davon, ja. Mein Traum war immer, es auch in Deutschland zu schaffen. Du glaubst ja gar nicht, wie schwer man es allein wegen der Sprache dort hat. Der österreichische Dialekt, Begriffe wie „heuer“ etc. – das gibt’s da drüben alles nicht und muss partout vermieden werden. Insofern musste ich spezielle Sprechtrainings besuchen, bis die deutschen Senderchefs überhaupt mal zugelassen haben, dass ich „on air“ darf. Aber als 1. Österreicherin bei Sky Sport News HD zu moderieren, das war schon was! Das Nonplusultra wäre nur noch eine Unterhaltungsshow in Deutschland zu moderieren.

District15:
Gibt es etwas, das du bei deiner Zeit in Deutschland am meisten an deiner Heimat vermisst hast?

Kristina:
Ich glaube es war tatsächlich die Heimat selbst. Meine eigenen vier Wände, meine Familie und meine Freunde. Ich bin jedes Mal als ich 2-3 freie Tage hatte, nach Österreich zurückgefahren. Hier hab ich die simpelsten Dinge genossen. Bei meinem Papa im Wintergarten zu sitzen, mich von der Mama bekochen zu lassen. Oder einfach mit der Familie durch Mödling zu spazieren.

District15:
Zu unserem Glück sieht man dich jetzt wieder im heimischen Fernsehen und das sogar auf ORF eins . Was hat dich wieder zurück nach Österreich gebracht?

Kristina:
Ein Angebot vom ORF Sport. Dafür musste ich aber meine Stelle in München bei Sky aufgeben. Da es aber nicht mein erster Job beim ORF war (zuvor durfte ich bereits die 1. Staffel der „Großen Chance der Chöre“ moderieren) wusste ich, welche Chance sich hier bietet. Außerdem hat der Jobwechsel eine Rückkehr nach Mödling bedeutet. Da musste ich nicht lange überlegen.

District15:
Wie gefällt es dir beim ORF? kannst du dir vorstellen neben dem Fußball auch weitere Shows wie „die große Chance der Chöre“ zu moderieren?

Kristina:
Unterhaltung ist meine zweite Leidenschaft neben dem Fußball. Und hat auch viele Parallelen. In beiden Bereichen – Fußball und Show – geht es um die Emotionen. Ob wir jetzt bei unserer Lieblingsmannschaft mitzittern oder uns von einem gut gemachten TV-Format unterhalten lassen, soll im Endeffekt das gleiche in einem auslösen: Gefühle. Und darum geht’s mir beim Fernsehen.

District15:
Gab es ein Interview bei dem du nervöser warst als sonst?

Kristina:
Als ich im Sommer für den ORF bei der Fußball-EM war durfte ich Thierry Henry interviewen. Er wurde Welt- und Europameister mit Frankreich und hat die Champions League gewonnen. Eine Riesenehre ihn vors Mikro zu bekommen! Das Verblüffende: er war total bodenständig, hat jedem von uns die Hand geschüttelt und es war ihm sogar wurscht, dass wir das Interview nach der 2. Frage nochmal neu beginnen mussten, weil wir ein Ton-Problem hatten.

District15:
Mir persönlich ist auch aufgefallen, dass du dich optisch Verändert hast. Früher hattest du eine lange blonde Wallemähne und jetzt trägst du die Haare schulterlang und dunkel. Was hat dich zu dieser Typveränderung bewegt und hatte es Einfluss auf deine Karriere?

kristina_web-001

Kristina:
Braun sind meine Haare schon seit 2014 wieder – ich wollte zurück zu meiner Naturhaarfarbe. Und ja, das hatte teils auch berufliche Gründe. Weil „Quotenblondine“ willst du irgendwann nicht mehr hören. Schulterlang habe ich mir die Haare erst vor ein paar Wochen schneiden lassen, aber auch das hab ich nicht bereut und die neue Länge macht viel Spaß.

District15:
Hast du auch genug Zeit um deine Freunde zu treffen? bzw. wie verbringst du am liebsten deine Freizeit?

Kristina:
Gott sei Dank bleibt mir tatsächlich genug Zeit für Freunde und Familie. Meine Arbeitszeiten sind oft am späteren Abend oder am Wochenende, sodass ich dann unter der Woche oder generell untertags Freizeit habe. Da geht sich ein gutes Frühstück oder ein Mittagessen gerne mal aus.

District15:
Was ist dein Lieblingsort hier im Bezirk und wo kannst du so richtig abschalten?

Kristina:
Die Mödlinger Fußgängerzone wird immer einer meiner Hotspots bleiben. Hier sitze ich gerne in einem der Cafés in der Sonne oder freue mich schon wieder auf den Faschingsdienstag. Wobei DAS mit Abschalten ja eher wenig zu tun hat – haha. Außerdem mag ich die Gegend um die Burg Liechtenstein. Zum Sporteln und Spazierengehen top!

District15:
und hier meine letzte Frage:
Ein neues Jahr steht vor der Tür und du kannst 2016 vermutlich mit einem grandiosen Erfolg abschließen. Hast du Vorsätze oder Ziele für 2017, gibt es einen Herzenswunsch den du dir im kommenden Jahr erfüllen möchtest?

Kristina:
2016 war beruflich wirklich genial. Einen großen, wenn auch privaten Wunsch hab ich mir außerdem schon erfüllt: Ich war Fallschirmspringen! Was bleibt also für 2017? Am Besten wenn es weiterhin so sorgenfrei läuft (wobei Halt! Unterm Jahr schmeiß ich gefühlt alle paar Tage die Nerven weg, hihi). Jedenfalls wünsche ich mir, dass ich weiterhin all das was ich mache, mit der gleichen Begeisterung und Freude machen kann, wie bisher.

District15:
Liebe Kristina, vielen Dank für deine Zeit, ich wünsche dir und deiner Familie im Namen des gesamten District 15 – Teams eine besinnliche Weihnachtszeit und natürlich einen guten Rutsch. Wir freuen uns dich immer wieder von unseren Bildschirmen strahlen zu sehen, mit dir hat der ORF eine tolle Persönlichkeit dazu gewonnen.

Hier geht es weiter zu unserem ersten Interview mit Kristina.

Fotos: Isabella Lopez

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!

Author: Sebastian

Sebastian Rupp arbeitet selbständig als Online Marketing Berater. Er unterstützt KMUs und EinzelunternehmerInnen Produkte effektiv online zu positionieren. P Snapchat: sebastian_rupp | Twitter | Facebook | Instagram

Teile diesen Beitrag

Kommentare